Donauwörth – Harburg

Schwitz !!!

Ich will mich gar nicht beschweren, aber 25 Grad und brennende Sonne sind einfach nicht mein Wanderwetter. Nach etwas weniger als der halben Etappe stellte sich mir auch prompt ein Hindernis in den Weg: Das Gasthaus Braun in Wörnitzstein. Heiß, wie es war, und durstig, wie ich war, und einladend, wie das Gasthaus war … kurz: Ich entschied mich also, daß ein Radler hier nicht schaden könnte. Und während ich noch dabei war, meinen Rucksack im Biergarten abzustellen, trug die Bedienung einen Teller Schweinekrustenbraten direkt an meiner Nase vorbei. Eine bodenlose Gemeinheit! Da war dann schnell alles g’schwätzt und mein Aufenthalt dauerte deutlich länger als geplant und ich verließ anschließend diese gut getarnte Wandererfalle pappsatt und zufrieden. Noch …

Mein Bauch war randvoll, es herrschte die größte Hitze des Tages und nach dem Ort begannen auch gleich die starken Steigungen, heraus aus dem bisher so angenehm flachen Wörnitztal. Was hab ich geschwitzt. Und mein voller Bauch hatte ja schon gar keine Lust zum Marschieren. Ich vermute, das Schwein hat mich mit einem Fluch belegt!

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich Harburg in Sicht. Die letzten Kilometer wieder tief hinunter ins Wörnitztal zu meinem Quartier im Hotel Straussen. Dusche, jede Menge Wasser und dann endlich ab in den Biergarten auf ein Belohnungsweizen.

Dort hab ich dann Monica und Sandy kennengelernt, zwei amerikanische Touristinnen auf Bayern-Tour. Der Abend wurde deutlich länger, als geplant, beinahe hätten wir das Abendessen verpasst vor lauter Gesprächen über Gott und die Welt und Politik und Kultur und überhaupt alles. Ein Riesenspaß!

Morgen gehts nach Christgarten. Ein gutes Stück länger als heute. Wetter? Vermutlich etwas naß, aber …

Ach, ich laß mich überraschen!


Kommentare

1. Etappe — 1 Kommentar

  1. Servus Markus, lese ich da zwischen den Zeilen etwa ein wenig Betteln um Mitleid? Ach, soo heiß, och, soo kühles Bier, uff, soo viel Krustenbraten… ja um Himmels Willen, da kommen mir ja die Tränen
    Unsereins sitzt 6 Stunden im Auto und fährt in den hohen Norden nach Düsseldorf zum Arbeiten. Das ist ein hartes Los, sag ich Dir… Aber gut, fleißig warst ja auch, sollst also gelobt werden. Guat gmacht! Alles gute für morgen! Mark

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